Naturgefahren schliessen alle Vorgänge und Einwirkungen der Natur mit ein, die für den Menschen und für Sachwerte schädlich sein können. Naturkatastrophen, auch von verheerendem Ausmass, hat es in der Schweiz schon immer gegeben. Da Siedlungen dichter und Sachwerte höher werden hat das Schadensausmass in den letzten Jahrzehntenbei vergleichbarer Einwirkung erheblich zugenommen. Das integrale Risikomanagement ist ein Weg, die Risiken in den Griff zu bekommen. Mehr dazu finden Sie auf der Internetseite www.planat.ch .
Hochwasser, Rutschungen und Sturzprozesse sind die im Thurgau zu erwartenden Naturgefahren. Wenn sie eintreten, entstehen meist sehr grosse Schäden an Bauten, Anlagen, Fahrhabe – manchmal kosten sie auch Menschenleben. Verhindern lassen sich diese Gefahren nicht, sich vor ihnen schützen ist möglich, was jedoch viel kosten kann. Ein besserer Ansatz ist, ihnen auszuweichen.
Dafür werden in der ganzen Schweiz die sogenannten Gefahrenkarten erstellt. Die Gemeinden sind bei der Erarbeitung der Gefahrenkarte wichtige Partner. Die Ingenieure sind auf die tatkräftige Mithilfe angewiesen, denn nur Menschen aus der näheren Umgebung wissen z.B. wann welches Unwetter zu ungefähr welchen Schäden geführt hat. Solche Angaben sind sehr wichtig. Sie helfen mit, mögliche Auswirkungen weiterer Ereignisse in einem tragbaren Rahmen zu halten.
Untenstehende Karte zeigt, wie der Kanton Thurgau in Bearbeitungsgebiete aufgeteilt wurde. Die Karten bezeichnen für jede Naturgefahr jene Gebiete, in denen eine Gefährdung besteht. Diese sollen bei raumwirksamen Tätigkeiten, das heisst z.B. bei der Zonenplanung, beim Bau von Gebäuden und Strassen oder beim Bau anderer grosser Anlagen, entsprechend berücksichtigt werden. Ziel ist, die Schadensummen und die Opferzahl bei Naturereignissen zu minimieren. Die Erstellung dieser Karten ist in zwei Gesetzen vorgeschrieben: Sowohl das Bundesgesetz über den Wasserbau als auch jenes zum Wald verpflichten die Kantone, solche Gefahrenkarten zu erstellen. Diese sind auf der Basis der Gefahrenhinweiskarte zu erstellen, die bereits im Besitz der Gemeinden sind.

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| Anhang | Größe |
|---|---|
| Gefahrenkarte_CD.pdf | 177.9 KB |
| Gefahrenhinweiskarte_CD.pdf | 135.87 KB |
| Karte der Teilgebiete der Naturgefahrekartierung | 3.8 MB |